Der Sächsische Gründerinnenpreis 2004

Frau Anja Bormann gründete am 1. Juli 2002 ihr Unternehmen zur Personalvermittlung, gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung und allgemeine Beratungstätigkeit für Personalwesen.

Frau Bormann reagiert damit auf die aktuelle Wirtschaftslage und bietet mit  ihren Leistungen den Unternehmen der Region die Möglichkeit, sich schneller und flexibler auf die permanent ändernden wirtschaftlichen Gegebenheiten einstellen zu können. Die Vermittlungen liegen schwerpunktmäßig in den Bereichen Handwerk und Industrie, dabei insbesondere auf den Gebieten der CNC-Verarbeitung, Schweißtechnik,  Werkzeug- und Maschinenbau. Mit viel Kreativität und Einsatzbereitschaft ist Frau Bormann im ständigen Kontakt mit ihren Kunden, um die allgemeine Beschäftigungssituation und die Lage auf dem Arbeitsmarkt  positiv zu beeinflussen.

Durch ihr großes Engagement konnte die Beschäftigtenzahl stetig erhöht werden. Aus den anfänglich 4 Mitarbeitern sind 40 geworden. Diese Mitarbeiter werden heute auch im  kaufmännischen
Bereich vermittelt. Damit konnten vor allem auch Frauen mit ihrer Ausbildung und Qualifikation den Mitarbeiterstamm erweitern - der Frauenanteil beträgt 10 Prozent. 

Frau Bormann ist ständig bemüht, die Beschäftigung von Frauen in den technischen  Berufen zu erweitern. Durch flexible Arbeitszeitregelungen wird Frauen, die durch Erziehungszeiten oder Arbeitslosigkeit nicht berufstätig sind, die Rückkehr ins Erwerbsleben ermöglicht und die Vereinbarkeit von  Beruf und Familie gewährleistet.

Frau mit Führungsqualitäten

“Anja Bormann gewinnt mit ihrer Neukirchner Firma den Gründerinnenpreis 2004...”

Anja Bormann, Inhaberin von Botha Personalmanagement in Neukirchen, hat den sächsischen Gründerinnenpreises 2004 gewonnen. Die Unternehmerin nahm die Auszeichnung am 4. Januar bei der Dresdener Messe "KarriereStart" von Helma Orosz, sächsische Staatsministerin für Soziales, entgegen. "Ich war überrascht", gestand die 33-Jährige.
Den Preis sieht sie als Anerkennung ihrer Arbeit eben dafür, dass sie gekämpft hat, auch wenn es in der kurzen Geschichte der Zeitarbeitsfirma harte Zeiten gab.
Die studierte Betriebswirtschafterin gründete ihr Unternehmen im Juli 2004. Zuvor arbeitete sie sechs Jahre als Angestellte in anderen Zeitarbeitfirmen. Bei der Unternehmensgründunghalf ihr Regina Auerswald von der AWU Management & Innovation GmbH in Stollberg. Sie war es auch, die Anja Bormann für den Gründerinnenpreis vorgeschlagen hatte. "Frau Bormann hat auf die aktuelle wirtschaftliche Lage reagiert", begründete Regina Auerswald. Unternehmer könnten mit Hilfe der Zeitarbeit schneller und flexibler auf die sich permanent ändernden wirtschaftlichen Gegebenheiten reagieren. Der Arbeitstag von Anja Bormann beginnt mit der Kundenakquisition. Das sei ihre wichtigste Aufgabe neben der Betreuung der Mitarbeiter, sagt sie.Mittlerweile arbeitet die Firmeninhaberin mit rund 25 Unternehmen zusammen. Sie selbst hat 48 Angestellte, zum Zeitpunkt der Gründung waren es vier. Die Geschäftsfrau vermittelt Arbeitssuchende nach dem Personalprofil ihrer Kunden. Erst mit Beginn eines Kundenauftrages, stellt Botha Personalmanagement die Facharbeiter bzw. Helfer ein. Läuft ein Auftrag aus, ist die Unternehmerin bestrebt, dem Mitarbeiter schnellstmöglich eine neue Beschäftigung zu versorgen. Dabei hat sie sich zum Ziel gesetzt,ihre Angestellten in der Nähe von Chemnitz einzusetzen. "Das ist nicht immer einfach, aber die Aufgabe macht mir Spaß", sagt die 33-]ährige.
Sie vermittelt schwerpunktmäßig in dem Bereich Industrie, insbesondere auf den Gebieten Produktion, CNC-Verarbeitung, Schweißtechnik, Werkzeug- und Maschinenbau. Hinzu kommen die handwerklichen und kaufmännischen Bereiche.
Die alleinerziehende Muttereines 14-jährigen Sohnes bemüht sich vor allem, den Frauen die Rückkehr ins Berufsleben zu ermöglichen. Deshalb ist Anja Bormann stolz darauf, dass zehn Prozent ihrer Angestellten Frauen sind. In diesem Jahr will die Firmeninhaberin noch weitere Arbeitsplätze vor allem für das "weibliche Geschlecht" schaffen. "Wenn ich durch meine Arbeit Menschen aus der Arbeitslosigkeit helfe, ist das für mich ein Erfolgserlebnis", sagt sie.
Die aus Brandenburg stammende Frau sieht die Zeitarbeit als ein Sprungbrett füreine Festanstellung. "Natürlich wäre es mir lieber, die Mitarbeiter würden bei mir bleiben.
Doch hat jemand die Chance eine feste Arbeit zu bekommen,
bin ich die Letzte, die ihm einen Stein in den Weg legt." 

(Jani) Quelle: Freie Presse 7./8. Januar 2004